Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen in der Weiterbildungsbranche sind weitgehend unreguliert. Nur bei weinigen Trägern gibt es Tarifverträge. Für die Mehrzahl der Beschäftigten bilden nur die gesetzlichen Regelungen und der Arbeitsvertrag den Rahmen für ihre Tätigkeit.

Neben Informationen zur Tarifarbeit in der Weiterbildung finden sie hier aktuelle Urteile aus dem Arbeitsrecht.

Weitere Informationen zu Tarifverträgen und Entgelten finden Sie auf der Homepage der Hans-Böckler-Stiftung.



Erste Verhandlungsrunde ohne Arbeitgeberangebot
(01.02.2018) Die Arbeitgeber haben in der ersten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt. Die Arbeitgeber wünschen sich eine längere Laufzeit. Doch ohne deutliche Tabellensteigerungen wird das nicht zu erreichen sein. Am 20. Februar gehen die Verhandlungen in Hannover in die nächste Runde.
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Mindestlohn für pädagogisches Personal in der beruflichen Weiterbildung
(22.01.2018) Bereits am 31. Dezember 2018 läuft der gegenwärtig gültige Mindestlohn in der SGB II/III geförderten Weiterbildung aus. Die Verhandlungen für einen neuen Tarifvertrag beginnen daher bereits am 29. Januar in Hannover. Denn ohne gültigen Tarifvertrag gibt es letztlich keinen neuen Mindestlohn.

Die Tarifkommissionen von ver.di und GEW fordern in den Verhandlungen eine schrittweise Erhöhung des Mindestlohns von jetzt 15,26 Euro die Stunde auf 18,13 Euro. Der Mindestlohn würde dann etwa dem Einstiegsgehalt einer Sozialpädagogin/eines Sozialpädagogen im öffentlichen Dienst entsprechen. Das beträgt nach einem Beschäftigungsjahr 3.063 Euro im Monat.
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Entgelttarifvertrag für den Internationalen Bund (IB)!
(22.01.2018) Die Tarifkommissionen von ver.di und GEW haben auf ihrer Sitzung am 12. Januar das Für und Wider der erreichten Verhandlungsergebnisse beraten. Gerade im Bereich der Arbeitsmarktdienstleistungen (AMDL) sind die erreichten Ergebnisse aus Sicht der Tarifkommissionen nicht zufriedenstellend.

Ohne den Tarifvertrag würden neue Beschäftigte im Bereich der SGB II und III Maßnahmen nur den reinen Mindestlohn erhalten. . Mit Tarifvertrag gibt es Stufenentwicklungen und ein Weihnachtsgeld. Nach Abwägung aller Konsequenzen, die eine Ablehnung des Tarifergebnisses zur Folge hätte, stand am Ende die Entscheidung der Tarifkommissionsmitglieder. Die Tarifkommission nahm das erzielte Verhandlungsergebnis mehrheitlich an. Nun muss auch noch die Tarifkommission der Arbeitgeberseite dem Verhandlungsergebnis zustimmen.
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Mindestlohn in der SGB II/III geförderten Weiterbildung steigt zum 1. Januar 2018 auf 15,26 Euro
(20.12.2017) Mit der Verordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom 7. Dezember 2017 ist der Tarifvertrag für pädagogisches Personal in der SGB II / III geförderten Weiterbildung für allgemeinverbindlich erklärt worden. Mit der jetzt erfolgten Veröffentlichung im Bundesanzeiger ist die Verordnung rechtskräftig. Damit gilt der Mindestlohn auch im Jahr 2018.

Er steigt am 1. Januar auf 15,26 Euro die Stunde. Bei einer 39 Stunden Arbeitswoche entspricht das einem monatlichen Gehalt von etwa 2.560 Euro. Der jetzt abgeschlossene Tarifvertrag hat nur eine Laufzeit bis Ende 2018. Wenn die Allgemeinverbindlichkeit gewahrt bleiben soll, muss in 2018 ein neuer Tarifvertrag abgeschlossen und für allgemeinverbindlich erklärt werden.
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Noch kein Abschluss beim IB. Übergangsregelungen offen!
(03.12.2017) Im September war es in schwierigen Tarifverhandlungen gelungen, eine Basistabelle zu vereinbaren, die das unterste Niveau aller Gesellschaften darstellt. Sie liegt in weiten Teilen bei 95 % des TV-L. Danach haben wir begonnen, für die jeweiligen Gesellschaften die Entgelttabellen zu verhandeln.

Die alten Tätigkeitsmerkmale des IB e.V. wurden den Entgeltgruppen der neuen Tabelle als Übergangsregelung zugeordnet. Dieser 1. Schritt war notwendig geworden, weil es nicht gelungen ist, mit den Arbeitsgebern neue Tätigkeitsmerkmale zu vereinbaren, die den verantwortungsvollen Tätigkeiten beim IB gerecht werden.

In den Verhandlungen am 27. Und 28. November 2017 ging es um Überleitungsregelungen. Ein Einigungsstand konnte in den zwei Tagen trotz intensiver Verhandlungen mit dem IB nicht erreicht werden.
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Befristete Beschäftigung – Arbeiten ohne Bestand
(29.11.2017) Wir haben in Deutschland ein Befristungsproblem. Zwischen 1993 und 2015 hat sich die Zahl der befristet Beschäftigten verdreifacht, von knapp 900.000 auf inzwischen knapp 3,2 Millionen. Fast jeder zehnte Beschäftigte arbeitet befristet. Auch wenn in den letzten Jahren die Zahl der Befristungen leicht zurückgegangen ist: Drastisch gestiegen ist der Anteil derjenigen, die ohne Sachgrund befristet sind – auf inzwischen 48 Prozent aller befristet Beschäftigten. Darauf macht die jetzt in zweiter Auflage erschiene Broschüre des DGB zu befristeten Beschäftigungsverhältnissen aufmerksam.

Sachgrundlose Befristungen bei Neueinstellungen mutieren zur verlängerten Probezeit, deren Ende oft nicht absehbar ist. Der öffentliche Dienst geht hier leider mit schlechtem Beispiel voran: Hier erfolgen Neueinstellungen fast zur Hälfte über befristete Arbeitsverträge. In der Privatwirtschaft ist es immerhin über ein Drittel. Für beide Bereiche gilt: Die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, ihre Möglichkeiten zur Lebensplanung und ihre Rechte bleiben dabei auf der Strecke. Denn wer befristet beschäftigt ist, landet im Konfliktfall auf der Straße, hat auch während des Arbeitsverhältnisses kaum Chancen, sich zu wehren, ohne dass die Verlängerung des Vertrages gefährdet wird.

Mit der vorliegenden Broschüre präsentiert der DGB Fakten über die befristete Beschäftigung. Betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in befristeten Beschäftigungsverhältnissen stecken, kommen zu Wort. Und berichten von allen daraus resultierenden Problemen und Sorgen.
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