Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen in der Weiterbildungsbranche sind weitgehend unreguliert. Nur bei weinigen Trägern gibt es Tarifverträge. Für die Mehrzahl der Beschäftigten bilden nur die gesetzlichen Regelungen und der Arbeitsvertrag den Rahmen für ihre Tätigkeit.

Neben Informationen zur Tarifarbeit in der Weiterbildung finden sie hier aktuelle Urteile aus dem Arbeitsrecht.

Weitere Informationen zu Tarifverträgen und Entgelten finden Sie auf der Homepage der Hans-Böckler-Stiftung.



Digitalisierung bringt große Umwälzungen am Arbeitsmarkt
(10.04.2018) Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und das Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) haben in einer neuen Studie die Gesamtwirkung der Digitalisierung auf die Beschäftigung untersucht. Demnach wird das Niveau der Beschäftigung nur wenig von der Entwicklung betroffen sein. Allerdings wird es in zwischen Branchen erhebliche Verschiebungen geben.

„Eine zunehmende Digitalisierung wird jedenfalls mit einer deutlichen Umgestaltung der Arbeitswelt einhergehen, und in diesem Prozess werden Bildung und Weiterbildung der Beschäftigten eine zentrale Rolle übernehmen“, betonen die Forscher. So werden nach der Modellrechnung auf der einen Seite bis 2035 1,5 Millionen bestehende Jobs und damit erlernte Tätigkeiten wegfallen. Dagegen stehen etwa gleichviel neue Jobs. Der Haken an der Sache ist nur der: Die wegfallenden Jobs stammen aus dem verarbeitenden Gewerbe (etwa 130.000), die neuen entstehenden im Bereich „Information und Kommunikation“ (etwa 120.000). Ob ein derartiger Umbruch des Arbeitsmarktes durch Weiterbildung abgefedert werden kann, darf bezweifelt werden.
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Erste Verhandlungsrunde ohne Arbeitgeberangebot
(01.02.2018) Die Arbeitgeber haben in der ersten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt. Die Arbeitgeber wünschen sich eine längere Laufzeit. Doch ohne deutliche Tabellensteigerungen wird das nicht zu erreichen sein. Am 20. Februar gehen die Verhandlungen in Hannover in die nächste Runde.
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Mindestlohn für pädagogisches Personal in der beruflichen Weiterbildung
(22.01.2018) Bereits am 31. Dezember 2018 läuft der gegenwärtig gültige Mindestlohn in der SGB II/III geförderten Weiterbildung aus. Die Verhandlungen für einen neuen Tarifvertrag beginnen daher bereits am 29. Januar in Hannover. Denn ohne gültigen Tarifvertrag gibt es letztlich keinen neuen Mindestlohn.

Die Tarifkommissionen von ver.di und GEW fordern in den Verhandlungen eine schrittweise Erhöhung des Mindestlohns von jetzt 15,26 Euro die Stunde auf 18,13 Euro. Der Mindestlohn würde dann etwa dem Einstiegsgehalt einer Sozialpädagogin/eines Sozialpädagogen im öffentlichen Dienst entsprechen. Das beträgt nach einem Beschäftigungsjahr 3.063 Euro im Monat.
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Entgelttarifvertrag für den Internationalen Bund (IB)!
(22.01.2018) Die Tarifkommissionen von ver.di und GEW haben auf ihrer Sitzung am 12. Januar das Für und Wider der erreichten Verhandlungsergebnisse beraten. Gerade im Bereich der Arbeitsmarktdienstleistungen (AMDL) sind die erreichten Ergebnisse aus Sicht der Tarifkommissionen nicht zufriedenstellend.

Ohne den Tarifvertrag würden neue Beschäftigte im Bereich der SGB II und III Maßnahmen nur den reinen Mindestlohn erhalten. . Mit Tarifvertrag gibt es Stufenentwicklungen und ein Weihnachtsgeld. Nach Abwägung aller Konsequenzen, die eine Ablehnung des Tarifergebnisses zur Folge hätte, stand am Ende die Entscheidung der Tarifkommissionsmitglieder. Die Tarifkommission nahm das erzielte Verhandlungsergebnis mehrheitlich an. Nun muss auch noch die Tarifkommission der Arbeitgeberseite dem Verhandlungsergebnis zustimmen.
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