Willkommen beim Netzwerk Weiterbildung

Wir bieten Informationen und Hilfen für alle Beteiligten bei Fragen der beruflichen und politischen Bildung und Weiterbildung.

Unser Ziel ist die Reflektion und Verbesserung der beruflichen Situation der Weiterbildungsbeschäftigten. Die Grundsätze unserer redaktionellen Arbeit finden sie unter Über uns/Aktuelles.

Aktuelle Nachrichten zur Entwicklung in der Weiterbildung finden sie unter Weiterbildung in Deutschland.



Finanzierung der Aus- und Weiterbildung

(06.08.2019) In der Schriftenreihe der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Hochschulpolitik hat Angela Borgwardt ihre Vorschläge zur Finanzierung der aus- und Weiterbildung veröffentlicht. Die Publikation spiegelt die Debatten der Konferenz „‘Lernen für Morgen. Finanzierung der Aus- und Weiterbildung‘ wider, die die Abteilung Studienförderung (Bereich Bildungs- und Hochschulpolitik) und die Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung am 16. November 2018 in Berlin gemeinsam veranstaltet haben“.

Mit der Finanzierung der Weiterbildung sind andere Aspekte der Weiterbildungspolitik wie etwa die Infrastruktur oder die Beratung eng verflochten. Aus diesem Grunde wurde auch die mögliche Rolle von Hoch- und Berufsschulen für die Weiterbildung untersucht. Auch die Vereinbarkeit von Beruf, Bildung und Privatleben wird beleuchtet.

Die Ebert-Stiftung möchte mit der Publikation einen Beitrag zur Debatte einer neuen Weiterbildungskultur in Deutschland leisten, die mit der Nationalen Weiterbildungsstrategie angestoßen wurde.
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Neues Ausländerbeschäftigungsförderungsgesetzes fördert die Arbeitsausbeutung

(05.08.2019) Migranten und Geflüchtete unterliegen auf dem Arbeitsmarkt hohen Risiken. Niedrige Bezahlung, eine Beschäftigung unterhalb ihrer Qualifikation, immer wieder drohende Arbeitslosigkeit, oft auch Ausbeutung und Diskriminierung sind für sie Alltag. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen können diese Situation verbessern oder auch weiter verschärfen. Derzeit erleben wir leider, dass der Gesetzgeber ihre Situation weiter verschärft.

Mit Ausnahme des „Ausländerbeschäftigungsförderungsgesetzes“ enthalten die am 07.06.2019 durch den Bundestag beschlossenen Gesetze des sog. „Migrationspakets“ gerade in für den DGB entscheidenden Aspekten wie der Zugang von Geflüchteten zu Arbeit und Ausbildung, die Schaffung von Rechtssicherheit sowie die Vermeidung von Arbeitsausbeutung, überwiegend Verschlechterungen.

Der DGB fordert in seiner arbeitsmarktaktuell vom Juli 2019 eine aktive Arbeitsmarktpolitik bei Geflüchteten mit dem Ziel: „Geflüchtete vor langfristigem Verbleib im Niedriglohnsektor schützen durch Qualifizierung, Ausbildung, Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen und bedarfsgerechte Berufsberatung und Arbeitsmarktvermittlung.“
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Nur wenige Hartz IV Bezieher*innen bekommen eine berufliche Weiterbildung gefördert

(22.07.2019) Im Bereich des SGB III förderte die Bundesagentur für Arbeit jeden Arbeitslosen im Schnitt mit 1.605 Euro – etwa fünf Mal so viel als im Jahr 2006. Das ergab eine neue Studie des Deutschen Instituts der Wirtschaft (IW).

Doch im Bereich des SGB II ist bei der beruflichen Weiterbildung für die Betroffenen nicht viel drin. Seit 2012 stagnieren die Ausgaben, in den letzten beiden Jahren ging die Förderung der beruflichen Weiterbildung sogar zurück. Gerade einmal 331 Euro betrug die Förderung je Erwerbslosen im Bereich des SGB II.

Ausgerechnet das IW stellt „sich die Frage, ob hier Anzeichen einer strukturellen Unterfinanzierung vorliegen“. Gerade Menschen mit Qualifizierungsdefiziten benötigten Weiterbildung für eine Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Daher fordert das IW: „Wenn eine Stärkung der Weiterbildung als adäquate Antwort auf die Anforderungen der Digitalisierung gesehen wird, sollte die öffentliche Förderung im SGB II ausgebaut werden.“
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Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 19.08.2019