Willkommen beim Netzwerk Weiterbildung

Wir bieten Informationen und Hilfen für alle Beteiligten bei Fragen der beruflichen und politischen Bildung und Weiterbildung.

Unser Ziel ist die Reflektion und Verbesserung der beruflichen Situation der Weiterbildungsbeschäftigten. Die Grundsätze unserer redaktionellen Arbeit finden sie unter Über uns/Aktuelles.

Aktuelle Nachrichten zur Entwicklung in der Weiterbildung finden sie unter Weiterbildung in Deutschland.



Weiterbildung reformieren: Sechs Vorschläge die wirklich helfen

(09.11.2017) Während die duale Berufsausbildung international hohe Anerkennung genießt, zeigen alle nationalen und internationalen Studien immer wieder, dass das Weiterbildungssystem in Deutschland erhebliche Mängel aufweist und im internationalen Vergleich nur eine Position im Mittelfeld einnimmt. Soziale Selektivität, Unterversorgung mit Angeboten, gravierende Qualitätsprobleme und hohe Intransparenz sind an der Tagesordnung.

Um die Weiterbildung in Deutschland voranzubringen, muss die Bundesregierung in einem Bundesgesetz Weiterbildung ein Recht auf Weiterbildung verankern und klare Strukturen schaffen, die für mehr Verbindlichkeit und Planungssicherheit für alle Beteiligten sorgen.

In einem Bundesgesetz müssen die Bausteine Finanzierung (1), Lernzeiten (2), Information und Beratung (3), Qualitätssicherung und Personalentwicklung (4), Abschlüsse und Zertifikate (5) sowie Koordination und Kooperation (6) neu geregelt werden.

Mit Vorschlägen zu diesen sechs Punkte konkretisieren die drei Gewerkschaften ver.di, IG Metall und GEW die Inhalte für das geforderte Bundesgesetz.
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Perspektiven eröffnen – Sozialen Aufstieg ermöglichen – Schutz stärken.

(30.10.2017) Der deutsche Arbeitsmarkt ist tief gespalten: Die Beschäftigung ist stark gestiegen und die Arbeitslosigkeit deutlich gesunken. Das ist erfreulich. Andererseits arbeiten weiterhin Millionen Menschen in Leiharbeit, befristeter Beschäftigung, in Minijobs oder in unfreiwilliger Teilzeit unter prekären Verhältnissen. Der Anteil der atypisch Beschäftigten stagniert auf einem erschreckend hohen Niveau von gut 20 Prozent; Befristungen und Leiharbeitsverhältnisse sowie der Missbrauch von Werkverträgen sind sogar weiter auf dem Vormarsch.

Der aktuelle Armutsbericht der Bundesregierung belegt: Die Armutsquote verharrt auf hohem Niveau – trotz Beschäftigungszuwachs. Das heißt, die Löhne sind in diesen neuen Beschäftigungsverhältnissen oftmals zu niedrig, um aus der Armut heraus aufzusteigen und in Richtung der Wohlstandsnormalität zur Mitte der Gesellschaft hin aufholen zu können. Zudem sind einige Personengruppen von den positiven Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt abgekoppelt. Die Chancen etwa von Langzeitarbeitslosen, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, haben sich nicht verbessert. Diese Problemlagen erledigen sich nicht von selbst, sie erfordern ein beherztes politisches Eingreifen – im Interesse von abhängig Beschäftigten und von Erwerbslosen.

Trotz insgesamt günstiger Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt gibt es viel zu tun, um die Spaltung am Arbeitsmarkt zu überwinden und „Gute Arbeit“ für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu erreichen. Die in dieser neuen DGB-Broschüre präsentierten Vorschläge skizzieren die gewerkschaftlichen Anforderungen für die Arbeitsmarktpolitik in der kommenden Legislaturperiode. Der DGB erwartet, dass seine Vorschläge von den politisch verantwortlichen Akteuren aufgegriffen und umgesetzt werden.
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Es fehlt vor allem an Sprachkenntnissen

(26.10.2017) Sprachliche Defizite und fehlende berufliche Bildungsabschlüsse sind die zentralen Arbeitsmarkthemmnisse der neu zugegangenen Geflüchteten im SGB II. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Fast zwei Dritteln der Geflüchteten fehlt ein beruflicher Bildungsabschluss.

Bei den Beratungs- und Vermittlungsangeboten der Jobcenter steht der Abbau von Sprachdefiziten an erster Stelle. 86 Prozent der Geflüchteten haben einen Integrations- oder Deutschkurs seit Beginn des Leistungsbezugs vom Jobcenter angeboten bekommen.
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