Willkommen beim Netzwerk Weiterbildung

Wir bieten Informationen und Hilfen für alle Beteiligten bei Fragen der beruflichen und politischen Bildung und Weiterbildung.

Unser Ziel ist die Reflektion und Verbesserung der beruflichen Situation der Weiterbildungsbeschäftigten. Die Grundsätze unserer redaktionellen Arbeit finden sie unter Über uns/Aktuelles.

Aktuelle Nachrichten zur Entwicklung in der Weiterbildung finden sie unter Weiterbildung in Deutschland.



Im Gesetz fehlt es vor allem an rechtlichen Ansprüchen zur Weiterbildung

(19.11.2018) Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber haben zukünftig einen Rechtsanspruch darauf, sich von den Arbeitsagenturen in Fragen der Weiterbildung und Qualifizierung beraten zu lassen. Zudem wird die Förderung der beruflichen Weiterbildung von Beschäftigten bei Fortbestand ihres Arbeitsverhältnisses ausgeweitet. Zukünftig können mehr Beschäftigte gefördert werden, da die Fördervoraussetzungen weiter gefasst werden. Diese beiden Neuerungen stellen einen bedeutsamen arbeitsmarktpolitischen Fortschritt dar. Weiterbildungsberatung und die ausgeweiteten Qualifizierungsmöglichkeiten für Beschäftigte tragen dazu bei, dass Beschäftigte die neuen Anforderungen aufgrund der Digitalisierung und des Strukturwandels besser meistern können und Arbeitslosigkeit präventiv vermieden werden kann.

Der DGB fordert jedoch, die neue Weiterbildungsberatung und die neuen Fördermöglichkeiten der Weiterbildung auch mit Rechtsansprüche auf Fördermaßnahmen zu verknüpfen: Ist eine Qualifizierung notwendig, um einen neuen Arbeitsplatz zu finden oder um Beschäftigung zu erhalten und Arbeitslosigkeit zu vermeiden, dann sollte auch ein Anspruch auf eine entsprechende Fördermaßnahme bestehen. Arbeitslose und Beschäftigte ohne (verwertbaren) Berufsabschluss sollten auf jeden Fall das Angebot bekommen, einen Abschluss nachholen zu können.
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Dienstleistungen im Umbruch - Spannungsfelder zwischen Service, Gemeinwohl, Arbeit und Technik

(19.11.2018) Dienstleistungen und Dienstleistungsarbeit haben in den letzten Jahren nicht nur allgemein an Bedeutung für Beschäftigung und Wertschöpfung gewonnen, sondern sind auch umfassenden Veränderungen unterworfen. Mit diesen Veränderungen sind gestaltungspolitische Fragen verbunden: Wie muss Interaktionsarbeit gestaltet werden, um gute Arbeit zu gewährleisten? Wie kann die Aufwertung von Dienstleistungsarbeit gelingen? Welche Bedeutung haben Plattformmodelle? Auf der Tagung sollen diese Veränderungen vorgestellt und Anforderungen formuliert werden, wie Dienstleistungssysteme, Dienstleistungen und Dienstleistungsarbeit gestaltet sein sollten, um gesellschaftliche Bedürfnisse zu befriedigen und gute Arbeit zu verwirklichen.
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Kernforderungen des DGB und der Gewerkschaften zur Novellierung des Berufsbildungsgesetzes

(19.11.2018) Die Bundesregierung will das Berufsbildungsgesetz (BBiG) novellieren. Ein neues Gesetz soll bis zum 1. August 2019 beschlossen werden und zum 1. Januar 2020 in Kraft treten. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften begrüßen die geplante Weiterentwicklung des für die Berufsbildung maßgeblichen BBiG. Die duale Berufsausbildung schafft hohe Übergangsquoten in den Arbeitsmarkt und mindert Jugendarbeitslosigkeit.

Dabei ist berufliche Bildung nicht in erster Linie Qualifizierung für Technik. Die berufliche Bildung soll vor allem auch der Förderung der Persönlichkeitsentwicklung dienen. Das Ziel ist, die Auszubildenden und Beschäftigten in die Lage zu versetzen, kompetent, kreativ, selbstbestimmt und solidarisch mit neuen und auch komplexen Herausforderungen umgehen zu können.

DGB und Gewerkschaften erwarten von der Bundesregierung, dass sie mit der Novellierung die Qualität der Aus- und Fortbildung spürbar verbessert, indem sie die Attraktivität der beruflichen Bildung im Sinne der Auszubildenden, der dual Studierenden und Teilnehmerinnen und Teilnehmern von Fortbildungslehrgängen erhöht, Durchlässigkeit und Transparenz herstellt und die sozialpartnerschaftliche Mitbestimmung in der Berufsbildung stärkt. Mit den folgenden Kernpunkten kann die anstehende Novellierung des Berufsbildungsgesetzes für eine moderne und attraktive Berufliche Bildung gelingen.
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Bundesregierung will eine neue Weiterbildungskultur etablieren und qualifizierte Zuwanderung fördern

(13.11.2018) Alle paar Wochen benötigten gängige Smartphones ein neues Update. Nach Ansicht der Bundesbildungsministerin Anja Karliczek „ein Zeichen, wie zügig Fortschritt stattfindet“. Da benötige jede/r regelmäßig ein Update für seinen Arbeitsalltag. Zudem müsse dem Mangel an ausgebildeten Arbeitskräften mit einer ausgefeilten Fachkräftestrategie begegnet werden. In dieser Strategie bilde die Weiterbildung „ein Kernelement“.

Anpassungsprozesse der Wirtschaft bestimmen in dieser Sichtweise die Inhalte von Bildung und Lernen. Karliczek weiter: „Auch der Arbeitsalltag eines jeden Einzelnen verändert sich und verlangt Updates. Mir ist wichtig, dass wir jedem Einzelnen mit guten Weiterbildungschancen das passende Update anbieten können.“

Eine neue Weiterbildungskultur nennt das die Bundesregierung. Und macht sich auf den Weg zu „einer Nationalen Weiterbildungsstrategie“. „Fort- und Weiterbildungen müssen für jeden Einzelnen eine Selbstverständlichkeit werden!“, so Karliczek. Hubertus Heil als Sozialminister pflichtet ihr bei und meint gar: „Deutschland muss noch stärker als bisher zu einem Qualifizierungsland werden, zu einem Land des Lernens.“
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10 Milliarden Euro für arbeitsmarktpolitische Aufgaben

(12.11.2018) Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat ihren Haushalt für 2019 beschlossen. Trotz einer Beitragssenkung um 0,5 Prozentpunkte steigen die Mittel für Weiterbildungsmaßnahmen von 1,66 Milliarden auf 2,10 Milliarden.

Mit dem geplanten Qualifizierungschancengesetz kann die BA nach eigenen Angaben Beschäftigte und Arbeitgeber noch umfangreicher bei Qualifizierungsmaßnahmen finanziell unterstützen und mit ihrer Arbeitsmarkt- und Qualifizierungsberatung bzw. Weiterbildungsberatung begleiten.
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Soziales Umfeld entscheidend für Berufswahl von Jugendlichen

(06.11.2018) Was veranlasst Jugendliche dazu, eine Ausbildung im dualen System und hier insbesondere im Handwerk zu beginnen? Das wollten die Autoren einer neuen Studie wissen, die jetzt beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)erschienen ist.

Neben dem Gehalt spielt nach der Studie das private Umfeld eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für oder gegen eine Ausbildung im Handwerk. Sie wollen mit ihrer Berufswahl „in ihrem sozialen Umfeld“ punkten, so die Autoren.

Allerdings lassen sich die Entwicklungen im Schulbereich nicht wegdiskutieren. Viele Schulabgänger hätten inzwischen einen Hochschulabschluss in der Tasche. 2015 überflügelten die Abiturienten die Schulabgänger mit einem Hauptschulabschluss. 2017 gab es bei 172.900 Abiturienten lediglich 152.000 Schulabgänger mit Hauptschulabschluss. „Um ihre Rekrutierungschancen zu verbessern, müssen die Handwerksberufe somit insbesondere auch für Jugendliche mit höheren Schulabschlüssen attraktiver werden.“ Die Autoren untersuchen in ihrer Studie, wie das gelingen könnte.
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Weiterbildung für (fast) alle – Gesetz will neue Perspektiven bieten

(19.10.2018) Weiterbildung für Alle ist nicht nur zu einer entscheidenden Frage der Innovationsfähigkeit des Landes, sondern immer mehr auch zu einer Frage von sozialer Gerechtigkeit geworden. In diesem Zusammenhang reicht das geplante Qualifizierungschancengesetz „letztendlich nicht aus, um die Veränderungen in der Arbeitswelt für die Beschäftigten positiv zu begleiten.“ Zu dieser Einschätzung gelangt das Ressort „Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik“ von ver.di in der sopoaktuell 276.

Wir brauchen einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung und Förderung. Weiterbildung ist nach wie vor selektiv und verstärkt die soziale Ungleichheit. Der geplante Rechtsanspruch auf Weiterbildungsberatung ist ein Schritt in die richtige Richtung, reicht aber bei weitem nicht aus, um „in Deutschland eine verbesserte Weiterbildungskultur zu etablieren“.
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Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 19.11.2018