Zurück zur Übersicht

Bergische VHS:

Ver.di wehrt sich gegen Angebotsstreichungen

Wenn am kommenden Freitag die Mitglieder der Zweckverbandsversammlung zusammen kommen, um den Wirtschafts-plan der Bergischen VHS für 2010 zu beraten, werden für die Bergische Weiterbildung die Weichen für das zukünftige Angebot der Bildungseinrichtung gestellt.
Um den Zuschussbedarf der in der Finanzmisere erstickenden Städte Solingen und Wuppertal zu senken, sollen u. a. folgende Angebote aufgegeben werden:

Die Bildungsberatung, die für beide Städte Bildungsgutscheine und –prämien bewilligt. Eine alternative Anlaufstelle existiert dafür nicht, so dass z. B. Berufsrückehrende oder Beschäftigte aus kleinen und mittleren Unternehmen Fördermittel für berufliche Fortbildungen und Qualifizierungen weder in Solingen noch in Wuppertal beantragen können.


Das „filmstudio“ der VHS /Kommunales Kino in Solingen), das seit den 50er Jahren besteht und ein anspruchsvolles Programm garantiert.


Die Kinderbetreuung für die Kurse Deutsch als Fremdsprache (DaF) in Solingen, auf die Migrantinnen an-gewiesen sind.


Die Kurse für nachträgliche Schulabschlüsse in Solingen, für die schon immer der Bedarf deutlich größer ist als das Angebot.


Der gesamte Bereich Familienbildung in Wuppertal mit seinem umfangreichen Angebot.

Ein Kernbereich der VHS wird zusätzlich gefährdet, wenn im Frühjahr 2011 die beiden hauptamtlich pädagogisch Beschäftigten, die den Bereich Fremdsprachen bzw. DaF betreuen, zeitgleich ausscheiden. Aufgrund der strikten Konsolidierungsvorgaben wäre selbst eine Wiederbesetzung mit einer Stelle fraglich, ein weiterer Angebotsabbau ist also vorprogrammiert.

Im Wirtschaftsplan wird festgestellt, dass sich das Stammpersonal durch „Personalanpassungen“ bis 2015 um 23,55 Stellen reduziert. Dabei wird überwiegend im pädagogischen Bereich abgebaut. „Diese drastischen Abbaupläne treffen die Bergische VHS bis ins Mark“ kommentiert Grit Genster von ver.di den vorliegenden Wirtschaftsplan. „Wer in dem Umfang das Angebot der VHS zusammen streicht, stellt die Bergische VHS als Bildungseinrichtung in Frage.“ Ver.di appelliert deshalb gemeinsam mit dem Personalrat an die Mitglieder der Zweckverbandsversammlung, den Wirtschaftsplan in der vorliegenden Form nicht zu verabschieden. „Die Bergische VHS braucht eine angemessene Personalausstattung, um auch in Zukunft ein Angebot für alle Bevölkerungsschichten aufrecht zu erhalten,“ fasst Grit Genster die gemeinsame Forderungen von ver.di und der Personalvertretung zusammen.


Quelle: Pressemitteilung ver.di Bezirk
Wuppertal-Niederberg vom 23. Februar 2010


Schlagworte zu diesem Beitrag: Langzeit-Qualifizierung, Volkshochschule
Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 23.02.2010

Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 10.12.2018