Berufliche Weiterbildung

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DGB-'Bildungscoach' - ein starker Partner für die Arbeitswelt

Den Fußballcoach kennt jeder, aber was ist ein 'Bildungcoach'? Diese Idee hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) entwickelt. Der 'Bildungscoach' kommt direkt an den Arbeitsplatz und analysiert mit den Beschäftigten individuelle Stärken und Schwächen. Gemeinsam suchen beide nach passgenauen Weiterbildungsmöglichkeiten, die eine erfolgreiche berufliche Zukunft eröffnen.

Das DGB-Projekt 'Leben und Arbeiten' (LeA), richtet sich vor allem an Beschäftigte mit einfachen und mittleren Qualifikationen in kleinen und mittelständigen Unternehmen. Nach drei Jahren zieht DGB-Vorstands-mitglied Ingrid Sehrbrock eine positive Bilanz: 'Am Anfang stand die Frage, was Bildungscoachs können müssen. In der zweiten Phase haben wir sie ausgebildet und können nun mit ersten Erfolgen aufwarten.'

Georg Thiessen, Vorstandsmitglied des Medizintechnik-Herstellers MABAG schätzt an LeA besonders, dass der Bedarf an Weiterbildung nicht 'von oben' verordnet, sondern gemeinsam erarbeitet wurde. 'Das stärkt die Motivation und läßt keine Angst vor Konkurrenz oder Versagen aufkommen. Die Kosten der anschließenden Weiterbildung hat die Firma übernommen, die Mitarbeiter haben dafür teilweise ihre Urlaubstage eingesetzt. Die Resultate sind überzeugend und wir werden diesen Prozess weiterführen.'

Ingrid Sehrbrock drängt darauf, dass das LeA-Projekt Schule macht. 'Internationale Studien belegen, dass Deutschland in Sachen Weiterbildung erheblichen Nachholbedarf hat. Die Idee des Bildungscoachs` kann dazu beitragen, den Weiterbildungsbedarf frühzeitig zu erkennen und Defizite erst gar nicht entstehen zu lassen.'

Das Projekt LeA hat der DGB-Bundesvorstand in Kooperation mit dem Berufsfortbildungswerk Hamburg (bfw) und dem Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation durchgeführt. Gefördert wurde LeA vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Quelle: Pressemitteilung des DGB, 16.09.2005

Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 30.04.2006

Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 19.11.2018