Berufliche Weiterbildung

Die Unternehmen fordern vermehrt Anstrengungen der Beschäftigten in Weiterbildung und Lebenslangem Lernen. Strittig ist vor allem, wer die Kosten der Maßnahmen tragen soll. Die Unternehmen erwarten von den Beschäftigten, mindestens den Zeitaufwand der Weiterbildung als eigenen Anteil einzubringen.

Tarifvertragliche Regelungen werden dagegen häufig abgelehnt. Die Unternehmen wollen die Möglichkeit zur Teilhabe an Weiterbildung lediglich durch ihre betrieblichen Interessen bestimmt sehen. Den Abschluss von Tarifverträgen zur Weiterbildung wird diese Haltung nicht fördern.



Deutschland braucht ein kohärenteres Weiterbildungssystem, das die Bedürfnisse Geringqualifizierter besser berücksichtigt

(27.04.2021) Deutswchland verfügt nach Meinung der OECD über ein insgesamt "leistungsstarkes Bildungssystem". Aber ausgerechnet diejenigen, die besponders von Weiterbildung profitieren würden, werden "oft nur schwer von Weiterbildungsangeboten erreicht".

Dazu gehören Erwachsene in Berufen mit hohem Veränderungs- oder Automatisierungsrisiko, Erwachsene mit geringen Grundkompetenzen, Geringverdienende und Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen. Sie nehmen seltener Weiterbildungsangebote wahr als Menschen mit höheren Qualifikationen – was die Kluft zwischen den Bildungsgruppen weiter vergrößert."

"Für Einzelne sei das System schwer zu überblicken. Die OECD empfiehlt daher: Es wäre sinnvoll, über ein nationales Weiterbildungsgesetz einen Rahmen zu etablieren, der Zuständigkeiten, Organisation, Anerkennung und Finanzierung regelt. Für Anbieter sollten Mindestqualitätsstandards eingeführt werden."

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Betriebliche Weiterbildung erreicht Rekordniveau

(18.12.2020) Nach der neuen Weiterbildungs-Erhebung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) liegt die Weiterbildungsbeteiligung der Unternehmen in Deutschland bei 87,9 Prozent. Dabei hat sich jede/r Mitarbeiter*in 2019 durchschnittlich 18,3 Stunden weitergebildet. Je Beschäftigten gaben die Unternehmen 1.236 Euro für Weiterbildung aus.

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Trotz verstärkter Förderung noch weiteres Potenzial für die Weiterbildung von Beschäftigten

(15.12.2020) Durch das Qualifizierungschancengesetz sind die Fördermöglichkeiten von Weiterbildungsmaßnahmen für Beschäftigte deutlich erweitert worden. Im Prinzip können jetzt unabhängig von der Qualifikation, dem Lebensalter oder der Betriebsgröße Weiterbildungsmaßnahmen gefördert werden. Ein neuer IAB-Kurzbericht zeigt auf, welche Auswirkung der verbesserten Fördermöglichkeiten auf die Zahl der Teilnehmenden und deren Zusammensetzung gehabt hat.

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Weiterbildung während der Corona-Krise:

(09.12.2020) Nur jeder zehnte Betrieb nutzte die Kurzarbeit während der Covid-19-Pandemie für die Weiterbildung der Beschäftigten. Für die meisten Betriebe war nicht absehbar, wie lange die Kurzarbeit dauern würde. Aus diesem Grunde verzichteten 81 Prozent der Betriebe auf Weiterbildungsmaßnahmen.

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Aufwärtstrend beim dualen Studium hält an

(01.09.2020) Der Aufwärtstrend beim dualen Studium hält an. Im November 2019 waren 108.000 dual Studierende an deutschen Hochschulen registriert. Dual Studierende stellen inzwischen 13 Prozent aller Studierenden an den Fachhochschulen.

Immer mehr Betriebe bieten Ausbildungsplätze für ein duales Studium an. Während sich im Jahr 2004 insgesamt 18.168 Unternehmen beteiligten, wurden 2019 rund 51.000 kooperierende Unternehmen beziehungsweise Standorte gemeldet. Insgesamt hat sich die Anzahl dualer Studiengänge seit 2004 von seinerzeit 512 auf jetzt 1.662 mehr als verdreifacht, und die Zahl der Studierenden ist von 40.982 auf jetzt über 108.000 um mehr als das Zweieinhalbfache gestiegen.

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Digitalisierung in der Berufsausbildung

(01.09.2020) Wie stark ist die Digitalisierung in der beruflichen Bildung angekommen? Die IHK’s und Handwerkskammern sind bekanntlich für die berufliche Erstausbildung und Weiterbildung in der dualen Ausbildung zuständig. Sie spielen in diesem Prozess daher eine wichtige Rolle.

Das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) hat 40 Kammervertretungen zu ihrem Engagement und den Erfahrungen in der betrieblichen Bildung befragt. Das digitale Berichtsheft spielt im Digitalisierungsprozess der Ausbildung als administratives Tool die Rolle eines „Türöffners“. Digitale Lernformen führten allerdings häufig ein „Leuchtturmdasein“. Blended Learning und Interactive Whiteboards seien in Unterrichtsräumen inzwischen weit verbreitet. „Das Potenzial anderer Lernformen wird praktisch nicht genutzt“, so die Studie.

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